Werte und Strategie

Für einen nachhaltig verantwortlichen Tourismus

  • Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung setzt sich für eine nachhaltige sozial- und umweltverantwortliche Tourismusentwicklung ein.
  • Mit entwicklungsbezogener Informations- und Bildungsarbeit leistet der Studienkreis in Öffentlichkeit und Reisebranche einen wichtigen Beitrag zur bewussteren Wahrnehmung der Auswirkungen des Tourismus, der besonderen Verantwortung des Tourismus für die Menschen der bereisten Länder, deren Kultur sowie Natur und für die globale Umwelt.
  • Der Studienkreis richtet seine praxisbezogene Arbeit schwerpunktmäßig auf Entwicklungs- und Schwellenländer aus. Er verbindet mit seiner Tätigkeit die unterschiedlichen Akteure im Tourismus.

Unabhängigkeit und Gemeinnützigkeit

  • Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung arbeitet als Institution kritisch-konstruktiv, wissenschaftlich fundiert und praxisbezogen.
  • Als eingetragener Verein verfolgt der Studienkreis gemeinnützige Ziele. Er achtet und wahrt seine wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit.
  • Die Aktivitäten und Angebote des Studienkreises tragen zu einer möglichst hohen Eigenwirtschaftlichkeit bei.

Werten verpflichtet

  • Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung setzt sich seit seiner Gründung für eine touristische Entwicklung ein, die menschliche Würde, Sicherheit und Gerechtigkeit aller am Tourismus Beteiligten fördert.
  • Seine Aktivitäten sind den Grundsätzen der Nachhaltigkeit, der Partizipation, der Solidarität, Diversität und Chancengleichheit verpflichtet.
  • Der Studienkreis setzt sich für Menschenrechte, religiöse Vielfalt, interkulturelle Begegnung und gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bzw. Rassismus ein.

Nachhaltigkeit im Tourismus

  • Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung steht für einen nachhaltigeren, umwelt- und sozialverantwortlichen Tourismus, der auch wirtschaftlich langfristig tragfähig ist.
  • Durch Untersuchungen, Berichte und Öffentlichkeitsarbeit werden Chancen und Risiken touristischer Entwicklung für die betroffene Bevölkerung kritisch aufgezeigt. Ziel ist es, möglichst viele am Tourismus Beteiligte für respektvolle und verantwortungsvolle Formen des Reisens zu sensibilisieren.
  • Der Studienkreis setzt sich für Entwicklungen und touristische Initiativen ein, die im Sinne einer wirtschaftlichen Nachhaltigkeit faire Arbeits- und Lebensbedingungen für im Tourismus Beschäftigte garantieren und fördern.

Förderung von interkultureller Begegnung

  • Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung vertritt eine Philosophie des Reisens, die von Neugier und Offenheit sowie dem Respekt gegenüber anderen Menschen und deren Kulturen geprägt ist.
  • Die Aktivitäten des Studienkreises wecken die Sympathie und das Verständnis für andere Weltanschauungen. Mit seinen Projekten fördert der Studienkreis interkulturelles Lernen, unterstützt interkulturelle Methoden der Informationsvermittlung und stärkt interkulturelle Kompetenzen.
  • Der Studienkreis tritt für einen Tourismus ein, der zur Begegnung und zum gegenseitigen Lernen beiträgt und damit die Offenheit für kulturelle Vielfalt in der Gesellschaft fördert.

SympathieMagazine: Verständnis für die Welt

  • Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung ist Herausgeber von über 50 Ländermagazinen, Magazinen zu fünf Weltreligionen sowie spezieller Themenhefte, etwa zu Entwicklung, Globalisierung, Umwelt, „Land und Leuten“ oder Menschenrechten.
  • Die SympathieMagazine sind ein Plädoyer für eine Reisekultur der Begegnung, des Respekts und des Voneinanderlernens. Sie vermitteln Wissen über gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der jeweiligen Reiseländer.
  • Der Studienkreis ermöglicht mit diesem wichtigen Teil seiner Arbeit Einblicke in den Alltag der Menschen in touristischen Empfängerländern und ermöglicht damit Blicke hinter touristische Kulissen.

Intercultural Tour Guide Qualification

  • Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung ist Veranstalter von praxisbezogenen interkulturellen Trainingsseminaren für Tour Guides in Entwicklungs- und Schwellenländern. Er sensibilisiert und schult die Teilnehmenden vor Ort in Bezug auf entwicklungspolitische und interkulturelle Themen sowie zu Themen der Nachhaltigkeit.
  • Die Seminarangebote befähigen Tour Guides, sich ihrer Schlüsselrolle als Kulturvermittler bewusst zu werden, eigene Kommunikations- und Argumentationsfähigkeiten zu verbessern sowie eigene Vorurteile und die von Touristen zu erkennen und abzubauen.
  • Der Studienkreis trägt damit dazu bei, dass globale Zusammenhänge besser begriffen und in überzeugender Form vermittelt werden können und Tour Guides und Reisende sich mit Fragen von nachhaltiger Tourismusentwicklung auseinandersetzen.

Internationale Wettbewerbe

  • Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung richtet internationale Wettbewerbe aus. Diese tragen zur Anerkennung sozialverantwortlicher Projekte in der Tourismusbranche bei und fördern so die Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit und der am Tourismus Beteiligten zu Chancen und Risiken des Tourismus.
  • Der „TO DO Award“ zeichnet Initiativen aus, die Partizipation und Mitsprache von Einheimischen bei touristischen Projekten und Angeboten ermöglichen. Ziel ist es, lokale Wirtschaftskreisläufe zu fördern und vorhandene Ressourcen umweltschonend zu nutzen, was für die lokale Bevölkerung neue Einkommensquellen und Perspektiven schafft. Gleichzeitig werden damit kulturelle Identität und Chancengleichheit gefördert.
  • Mit dem „TO DO Award Human Rights in Tourism“ ehrt der Studienkreis Initiativen, Projekte und Personen, die sich in herausragender Weise für menschenrechtliche Prinzipien in der touristischen Wertschöpfungskette einsetzen. Mit dem Preis wird das Ziel verfolgt, politisch Verantwortliche und wirtschaftlich Handelnde für eine an den Menschenrechten orientierte touristische Entwicklung zu sensibilisieren.

Aktive Öffentlichkeitsarbeit

  • Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung beteiligt sich aktiv an öffentlichen Diskursen über Fragen touristischer Entwicklung, bringt unterschiedliche Akteure zusammen und fördert den Dialog innerhalb der Branche.
  • Eigene Veranstaltungsformate des Studienkreises wie die «Ammerlander Gespräche» oder die «ZwischenRufe» greifen kontroverse Themen touristischer, politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen auf, stoßen Debatten an und setzen sich kritisch-konstruktiv mit aktuellen Themen im Tourismus auseinander. Sie richten sich an Entscheidungsträger im Tourismus und Fachmedien oder wie die «Zwischenrufe» an eine breitere Fachöffentlichkeit, insbesondere an Studierende und Fachnachwuchskräfte in der Tourismusbranche.
  • Der Studienkreis sensibilisiert mit seinen Veranstaltungen und seiner Medienarbeit für die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Tourismus, für die Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt und für die globalen Wirkungen des Tourismus. Er setzt sich kritisch mit dem Einfluss von politischen Verhältnissen in Zielländern auf den Tourismus oder Menschenrechtsverletzungen in Tourismusgebieten auseinander.

Forschungstätigkeit

  • Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung führt Eigen- und Auftragsforschungen durch. Dabei beschäftigt er sich mit den Bedingungen, Erscheinungsformen und den mannigfaltigen Auswirkungen von Tourismus in einem breiten Themenspektrum.
  • Die Forschungstätigkeit des Studienkreises dient zur Fundierung und Weiterentwicklung der eigenen Arbeit sowie der Optimierung von touristischen Angeboten. Sie berücksichtigt schwerpunktmäßig den deutschen Quellmarkt für Urlaubsreisen in Entwicklungs- und Schwellenländern.
  • Bei den Forschungsvorhaben des Studienkreises stehen Fragen nach Begegnungen im Urlaub, dem Image bestimmter Reiseländer, sozial- und umweltverträglichen Reiseformen oder bezüglich Reisen in Länder, in denen die Menschenrechte verletzt werden, im Fokus.